Am zweiten Tag musste die Performance abgebrochen werden.
Falkner ist an ihrer utopischen Konzeption, das MAK-Terrassenplateau sowie den Regen und die Kälte zu bezwingen gescheitert!!
DAS FLEISCH HINKT DEM WORT GEWALTIG HINTERHER!
Foto: Estelle Vialle
ACCORDING TO HUNTING RULES. Yearning Creatures #2
120-stündige Performance/Installation
auf dem Terrassenplateau im MAK, Museum für Angewandte Kunst Wien.
15. Mai 00.00 Uhr bis 19. Mai 24.00 Uhr
Schlussperformance/Epilog: am 19. Mai 2009 ab 22.00 Uhr.
foto: FALKNER
„ACCORDING TO HUNTING RULES. Yearning Creatures #2" ist eine kreatürliche, sprachlich vermittelte Skulptur, die Installation Falkners als „Fleisch gewordenes Wort".
Falkner bemächtig sich hierin für 120 Stunden des Terrassenplateaus (Peter Noever) im MAK Garten, schreibt sich via Text und Körper in diesen Betonwall ein, der vor allem durch seine rohe hermetische Materialität besticht. - Einen Monolog an einem Bauwerk vollführen!
In diesen 120 Stunden wird ein Geflecht aus Text, Wort und roter Wolle, ein Netz/Achsen über das Terrassenplateau gelegt, wird dieses komplett vereinnahmt.
Diese Yearning Creature zieht ihre Spur, Kreidestriche, Textfragmente, Blut, Teile ihres Kleides, eine Weltformel, sowie ein roter Wollfaden. Kriecht in jede Fuge dieses Bauwerkes. Die Aspekte Dauer, Ausharren, sich Aussetzen und an die Wand zu stellen, sind bestimmend. 120 Stunden bedeuten eine unendliche Langsamkeit vor der existentiell angepackten Augenzeugenschaft Wiens.
Während dieser 120 Stunden wird Falkner nicht schlafen, nicht essen, nur nachts etwas Wasser zu sich nehmen, wird sie unaufhörlich ihre Spur ziehen. Der Anfangs unversehrte Körper ist nach 120 Stunden enorm gezeichnet, ein sehr körperliches sich einschreiben in diesen Betonwall hinterlasst auch an ihm entsprechende Verletzungen/Spuren.
Während dieser 120 Stunden ist Falkner zudem mit Kontaktmikrophonen „verkabelt", diese Yearning Creature übermittelt den Betrachtern/Besuchern/Passanten also beständig Geräusche ihrer handfesten Auseinandersetzung, ihres Losgehens auf dieses Baumwerk. Eine Tonspur, die auch Teil der Schlussperformance/Epilog sein wird, bei der u.a. Manifest-24 verkündet wird.
Das Terrassenplateau wird zum Ort einer Utopie. Utopisches ist eine ortlose Wirklichkeit, also macht sich Falkner zum Ort, ist Träger, Protagonist einer Utopie. Das „Ich" als Sehnsuchtsort, als Sehnsuchtsfigur. Ein Akt der Stellungnahme! Eine Manifestation.
Kaltschweißattacken
A Fucking Masterpeace
Falkner II
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