PRINTEMPS DES POÈTES
Luxemburg
Lesungen von FALKNER:
GRANDE NUIT DE LA POESIE
21. April - 20.00 Uhr
Centre Culturel de Rencontre Abbaye de Neumünster
MATINEE POETIQUE
22. April - 11.00-13.00 Uhr
Galerie Simoncini
Mittwoch 29.06.2011 // 24.00 - 01.00 Uhr
NACHTQUARTIER: Strawberry Fields Forever
live auf Ö1
FALKNER zu Gast
Moderator: Hans Groiss
Die Sehnsucht nach Utopien ist groß. Positive Träume und Wünsche prägen den Alltag. Es fällt aber schwer zu deren Realisierung beizutragen. Oft ist es leichter zu Raunzen oder weg zu sehen. FALKNER schreibt in ihrem Buch „Du blutest, du blutest" über Ivan, ein Kind, einem unschuldigen Anarchisten, der Anführer einer blutigen Kinderrevolte wird. Alles andere als schön. Hans Groiss spricht mit der Autorin über die Überwindung von Destruktivität.
Rufen Sie uns an, Reden Sie mit: 0800 226979
Warum muss österreichische Literatur oder österreichsicher Film oft derart negativ oder rauh sein? Lieber ein selbstauferlegtes Magengeschwür als aufrichtiges Handeln ... jammern statt tun?
Falkner liest aus ihrem neuem Buch
Du blutest, du blutest
31. März 2011 / 20.00 Uhr
im Rahmen der
Wortspiele 7 Wien
Internationales Festival junger Literatur
Porgy & Bess
Riemergasse 11
A-1010 Wien
Buchpräsentation / Lesung & Gespräch zu Falkners neuem Roman
Du blutest, du blutest (Residenz Verlag 2011)
1. März 2011 / 19.00 Uhr
Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26A
Ivan, ein Kind, ein unschuldiger Anarchist wie alle Kinder, nimmt an der Welt Maß, an einer Welt, die moralisch in Trümmern liegt. Er wird zum Anführer einer Revolte von Kindern, die die namenlose Stadt mit Gewalt überziehen, in die Apokalypse stürzen. Auf den Spielplätzen, in den Hinterhöfen offenbart sich die Hölle eines Krieges, in dem es keine Gefangenen gibt, eine Hölle, die eine ganze Stadt verschlingt.
Im Anschluss an Falkners Lesung moderiert Günther Eisenhuber (Programmleiter Literatur, Residenz Verlag) ein Gespräch mit Falkner und Friedrich Orter, mehrfach ausgezeichneter ORF-Sonderberichterstatter aus Krisenregionen, über Krieg aus journalistischer Sicht und als Thema einer poetischen Auseinandersetzung.
Die Praxis des Schreibens
Symposium
20.01.2011 - 22.01.2011
Eine Veranstaltung des Instituts für Sprachkunst
der Universität für angewandte Kunst Wien im Literaturhaus Wien
Detailliertes Programm: die angewandte, Literaturhaus Wien
Freitag 21.01.2011 - 16.00-17.15 Uhr
SPRACHE TÖNE BILDER
Bedingungen und Chancen der Arbeit mit transmedialen Formen für Studierende
Michaela Falkner, Ide Hintze, Orhan Kipcak
Leitung: Michael Lentz
Donnerstag 9. Dezember 2010 // 19 Uhr
Literaturhaus Wien; Zieglergasse 26A, 1070 Wien
GERÄT JETZT DIE WELT, WIE'S UNS GEFÄLLT
Mehrstimmige Reflexionen über das Dasein,
seine Subjekte und deren Monologe
drei Monologe
von Michaela Falkner, Paul Divjak, Dieter Sperl
Monologe entwerfen unsere Geschichte, die wir ständig repetieren, um den Anschein von Kontrolle über eine unübersichtliche, komplexe und nicht addierbare Welt zu erwecken. Sie offenbaren stets etwas von den Bauplänen unseres Denkens und den Herrschaftsstrukturen, die sich darin manifestieren oder sich inwendig zu etablieren beabsichtigen. Viele davon bilden wirksame Mauern gegen die Wirklichkeit, aber sie nehmen uns auch die Luft zum Atmen. Dabei tritt die Außenwelt in den Hintergrund und der eigene Monolog in den Vordergrund; die Außenwelt wird unbedeutend, unsere Geschichte hingegen wird auffällig, süchtig nach Anerkennung und Lust. Teile daraus verselbstständigen sich, geben den Takt vor, vielleicht sogar für viele Jahre, Betriebsamkeiten, unaufhörlich, in alle Richtungen ...
(Programmtext Literaturhaus Wien)
Was normal ist, entscheidet in letzter Instanz jenes Kräfteverhältnis, das auf einem bestimmten Gelände die Bedeutungsgeschichte fürs Normale übernommen hat
Erstveröffentlichung des Romanfragments „Naturgemäß III" von Marianne Fritz
28.09.2010 - 08.10.2010 im Literaturhaus Graz
Vernissage: Dienstag 28. September - 19.30 Uhr
Finissage: Freitag 8. Oktober - 19.30 Uhr
Konzept: Fritzpunkt & Literaturhaus Graz
Mit: Fred Büchel, Susanne Hahnl, Anne Mertin & Michael Pilz.
Mit den Autoren: Michaela Falkner, Sophie Reyer, Stefan Schmitzer, Clemens J. Setz, Gerhild Steinbuch & Andreas Unterweger.
Das Wiener Theaterkollektiv Fritzpunkt, das bereist vor zwei Jahren beim steirischen herbst zu Gast war, etabliert für elf Tage eine partizipative Textinstallation, die den Fragment gebliebenen Roman „Naturgemäß III" der steirischen Autorin Marianne Fritz erstmals zugänglich macht. Die im Verlauf des nachgelassenen Werks immer zerklüfteteren Textgelände radikalisieren die Erzähltechnik bis zu einem Punkt, an dem Narration und Struktur zusammenfallen und zum Bild werden. Mit ihrer Installation stellen sich Fritzpunkt der Herausforderung, die solche Partiturseiten an jeden Interpretationsversuch stellen, und setzen den Text konsequent der Ein- und Überschreibung durch die Besucher aus. Mit lapidaren Werkzeugen - Stiften, Farben, Post-its - werden individuelle Lesarten als Spuren im immer mehrdeutiger werdenden Verweissystem hinterlassen und die nur noch ökonomisch bedeutende Grenze zwischen Autor und Interpret verwischt und produktiv gemacht.
Für die Vernissage am 28. September wurden sechs Autoren eingeladen, vor Ort einen Abend lang ihren Interpretationsansatz, ihre Spur zu legen ...
Foto: Estelle Vialle
Manifest 35 / MIT GROßER GESTE WIDER DIE MITTELLAGE
Falkner schreibt sich im Rahmen der Vernissage dem Romanfragment „Naturgemäß III" von Marianne Fritz via Hammer, Nagel und schwarzer Wolle ein. Legt eine vermeintliche Spur. Ein Geflecht, eine Landkarte, Netz/Achsen werden über den Text gelegt. Der Text und die beiden Räume vertäut.
Eine Weltformel aus Wort und schwarzer Wolle!
Eine sprachlose Auseinandersetzung, ein Losgehen auf den Text. Texten ihr immanent physisches zurück geben, deren körperlich-materiellen Charakter offen legen. Einen Monolog an Fritz' Textskulptur vollführen.
MIKROREPORTAGEN
„Spiel Nation Flagge Fan Masse Euphorie Pathos Ideologie Delirium"
Internetklasse von 11. Juni bis 11. Juli 2010 (Auftakt und Finale Fußball-WM 2010)
Teilnahme & Näheres dazu: sfd (schule für dichtung, wien)
Falkner, ein euphorischer delirierender Fußballfan, befasst sich in dieser Klasse im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2010 mit den Phänomenen Fantum, Sprache, Slogans, über Fußball schreiben, Euphorie und Pathos, Masse, Delirium, Manifest, Ideologie, kollektive Gesten, Nation und Flagge. Falkner ist Manifestierende, sie ist nicht neutral. Die scharfe Polaisierung von Gewolltem und Verneinten. - und: eine Schwalbe ist eine Schwalbe ist eine Schwalbe. Fußball und Falkner können und wollen niemals neutral sein.
Falkners Mannschaft ist die Algerische Nationalmannschaft. Diese wird die WM auch gewinnen. Falkner wird die gesamte WM aus diesem völlig subjektiven Blickwinkel betrachten. Das Erschaffen einer neuen Realität und die darin utopische Dimension offenbaren. Ein hohes Maß an revolutionärer Energie freisetzend. Die Kraft der Behauptung. Falkners ganz konkrete Wirklichkeitsgestaltung!
Also: Die Inszenierung einer parallelen WM-Realität.
Es wird also einen Monat die bedingungslose Hingabe an den Fußball inszenieren. Sich am Unmöglichen orientieren. Der Vollzugscharakter von Sprache.
ÄSTHETISCH-AKTIONISTISCHE GRENZÜBERSCHREITUNGEN IN DEN
WIRKFELDERN SPRACHE, MACHT UND GEWALT
Das revolutionäre Moment des Kippens von der Opfer- in die Täterrolle
Zusammen mit Radka Denemarková (Praha)
Lesung - Manifest - gegenseitige Werkinterpretation - Diskussion unter Mitwirkung von Ronald Pohl (Schriftsteller; Der Standard).
Die beiden Schriftstellerinnen Denemarková und Falkner widmen sich in ihren Arbeiten Kontexten, die auf je eigene Art von Gewalt dominiert sind. Bei dieser Beschäftigung stellen sich Fragen wie: Ist die Sprache das "Schlachtfeld" des Subjektes, der weiblichen und männlichen inneren Welt? Ist es möglich, eine Diskussion von Gewalt und Gewalttat unabhängig von ethischen Aspekten zu führen? Amoralisch sein vs. unmoralisch, sich also jenseits jeglicher Moralität verorten (Falkners Konzept eines „unschuldigen Anarchisten").
„Ich kann nur verschiedene gesellschaftliche Phänomene von verschiedenen Seiten beobachten und niederschreiben. Aber ich bin nicht das Gewissen der Gesellschaft, die Verantwortung trage ich wie die anderen auch. Ich bin nicht der Arzt, ich bin der Schmerz. (...) Ich greife zu einem riesigen Pinsel und übermale die Realität mit einer dicken Farbschicht" (Denemarková).
„Die ungeheure auch gewalttätige Kraft die in Utopien steckt - es ist dies ein Aspekt der sich in Sprache und Bilder übersetzen lässt. Wirkung und Wirklichkeit der Utopie verdanken sich ihrem manischen Enthusiasmus: Gewalt Liebe Sehnsucht. Revolte, Realisierungsmöglichkeiten von Totalität, die Leuchtkraft einer Gesetzgebung, aus dem Untergang ein Fest machend ..." (Falkner).
Ted Hughes konstatierte zum Thema „Lyrik und Gewalt", dass im allgemeinen davon ausgegangen würde, dass das Wort Gewalt negative Implikationen haben müsse, für ihn selbst allerdings ist der Begriff „Gewalt" weitergefasst und positiv konnotiert. - „Dieser positive Sinn ist gewiss nicht weniger real und wichtig, nicht weniger nützlich, obwohl er sekundär ist und besonderer Behandlung bedarf. Auf seine Art sollte uns diese starke positive Form von Gewalt stärker beschäftigen als die starke negative, da hinter ihr all das ans Licht drängt, was menschliche Wesen dazu befähigt - mit mystischer Klarheit und Sicherheit -, das zu erleben, was wir Wahrheit, Realität, Schönheit, Erlösung nennen, ebenso wie die Art fundamentaler Liebe die mindestens genauso stark ist wie das fundamental Böse" (Hughes).