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Der Schriftsteller als „Fleisch gewordenes Wort", die Installation seiner selbst als sprachlich vermittelte Skulptur, als kreatürlicher Akt. Die performative Dimension der Sprache. Verkörperung im Text. Eine Demonstration. Das Prinzip der Verausgabung und der expressionistische Duktus der Verkündung. Das Motiv des Manifestes und der Inschrift. Das Ausloten des performativen Charakters von Texten als eine Form des Proklamierens und Postulierens. Schließlich, der körperlich-materielle Charakter von Texten. Ein Duktus wird zur Bühne.

Der intentionale und performative Impetus von Texten machen die Konzeption des Manifestierenden aus, sich an die Wand zu stellen ergibt die Schnittstelle Literatur/Performance/Intervention/Installation. Sich tatsächlich auszusetzen, das existentielle eines Textes vermittelnd. Der Körper der zum Zeichen wird, die Gerichtetheit kognitiver Akte. Die essentiell theatralische Komponente des Aktes der Stellungnahme als leitender Werkgedanke. Taktiken der Konfrontation deklinieren.

Manifeste sind intentional, wollen eine neue Realität erschaffen, sind die Offenbarung eines Willens. Ein utopisches Ausgreifen über die Wirklichkeit hinaus, utopischer Überschwang als Antriebskraft. Kein Abwägen. Kein Dafür oder Dagegen. Letztlich, sich jenseits jeglicher Moralität verorten.
Etwas kommt über die Stadt das Land die Welt ...

FALKNER bedeutet mit großem Ernst und erschütternder Radikalität ans Werk zu gehen, wie schon „Manifest 01 - Eine Verbeugung vor der Ernsthaftigkeit" programmatisch vorgibt. Eine einsame Revolte, auf der Suche nach einer radikal anderen, wirklich entscheidenden abschließenden Euphorie, Passion und Enthusiasmus im zuweilen gewaltvollen Agieren. Drastische und düstere Szenen, lustvolle körperliche Attacken, stets das aktive Moment betonend. Die vollkommene Zerstörung einer Ordnung. Genüsslicher und roher Zug in der Schilderung, der großen Pose keinesfalls abhold. In unversöhnlichen harten Etüden arbeitet FALKNER an ihrer Welt- resp. Sehnsuchtsformel. Der Entwurf einer Utopie ist unabhängig und ohne Rücksicht auf die Möglichkeit seiner Realisierung gestaltet. Konkrete Rückbezüge fehlen, die Frage der Realisierung wird gar nicht erst gestellt. Sie ist als Sehnsucht reflektiert. Ein intentionaler Text!

FALKNER interessiert die ungeheure auch gewalttätige Kraft die in Utopien steckt - es ist dies ein Aspekt der sich in Sprache und Bilder übersetzen lässt. Wirkung und Wirklichkeit der Utopie verdanken sich ihrem manischen Enthusiasmus: Gewalt Liebe Sehnsucht. Revolte, Realisierungsmöglichkeiten von Totalität, die Leuchtkraft einer Gesetzgebung, aus dem Untergang ein Fest machend ...

Die bisweilen fatalistischen Sätze/Inhalte haben etwas Gnadenloses gleichzeitig Unschuldiges. Feierlich. Dem Überschwang verpflichtet. Also auf die Größe von Gefühlen insistierend, auf extreme Gefühlslagen pochend. Als ein pathetischer Mensch in jeder Hinsicht Übertreibungen und Gefühlen ausgeliefert.
FALKNER handelt in anarchistischer Unschuld!

FALKNER geht es darum Schutzsituationen zu verlassen. Auslieferung. Überbringer und Verkünder eisigpathetischer Etüden. Sich in einer Utopie zu verorten. FALKNER ist demnach Sehnsuchtsort und Sehnsuchtsfigur, stellt sich zur Verfügung exponiert sich, ist Austragungsort - und verlangt im Gegenzug Hingabe!

 

 

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Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern"
(Czernin-Verlag, 2006; ISBN: 3-7076-0089-0).
Michaela Falkner geht in ihrem neuen Buch Falkner II mit großem Ernst und erschütternder Radikalität ans Werk.
Ihre Hauptfigur gibt sich einer einsamen Revolte hin, auf der Suche nach einer radikal anderen, wirklich entscheidenden abschließenden Gewalt und meint gleich zu Beginn: „Vom Aufschrei Tausender wird die Rede sein." Euphorie, Passion und Enthusiasmus im gewaltvollen Agieren. Drastische und düstere Szenen, lustvolle körperliche Attacken, stets das aktive Moment betonend. Die vollkommene Zerstörung einer Ordnung. Genüsslicher und roher Zug in der Schilderung, der großen Pose keinesfalls abhold.
Unversöhnliche harte Etüden - eine Moritat in siebzehn Bildern.


Textauszug

In beginnendem Banne Ellbogen am Tisch grüne Flecken auf
schönen Händen Hieben nachsinkend schwärmerisch gegen
die Brust stemmend Beine brechen Beine brechen mit allen
daraus sich ableitenden Ansprüchen.
Den Schlachtruf auf den Lippen: „I want You!"
Gereinigt und plan geschliffen spiegelblank poliert die Oberfläche
für nachfolgende Rituale empfindlich machen.
In Schläge gefasst weitausholenden Schrittes entsteht eine
Mischung mit relativ fettigem Charakter ihr magerer Körper in
sie eindringen die womöglich einzige weiche Stelle.
Über Knochen gespannte Haut.
Gekalkt gekreidet und weiß eingefärbt nehme ich den Schädel
mit und nun trage ich die Farben zurück.
Measuring your own Grave
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Ein undefinierbares Knäuel liegt auf der Treppe ein Fuß ein Kopf ein abgewinkeltes Bein noch ein Kopf kurz vor halb Sechs früher Morgen Fußtritte Flügelschläge etwa hundertachtzig Zentimeter tief ist das Loch ohne die notwendige Perfektion.
Die Platzwunden sind von den Prügeleien.
Die Schnittwunden am Rücken sind von letzter Woche.
„Keine Ahnung!"
Über das Gesicht gehen Spuren hinterlassen.
Kopfunter im Wasser treiben.
Einmal noch.

Bücher

A Fucking Masterpeace Kaltschweißattacken

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In diesem Fall überbringe ich selbst ihnen das Buch egal wann und wo auf der Welt. Sie schlagen mir die Bedingungen die Lokation den Erdteil die Stadt was auch immer vor versuchen mich dafür zu begeistern ich sage zu und sie kommen für die anfallenden Kosten auf ...