Results tagged “Yearning Creatures” from falkner7

Der Schriftsteller als „Fleisch gewordenes Wort", die Installation seiner selbst als sprachlich vermittelte Skulptur, als kreatürlicher Akt. Die performative Dimension der Sprache. Verkörperung im Text. Eine Demonstration. Das Prinzip der Verausgabung und der expressionistische Duktus der Verkündung. Das Motiv des Manifestes und der Inschrift. Das Ausloten des performativen Charakters von Texten als eine Form des Proklamierens und Postulierens. Schließlich, der körperlich-materielle Charakter von Texten. Ein Duktus wird zur Bühne.

Der intentionale und performative Impetus von Texten machen die Konzeption des Manifestierenden aus, sich an die Wand zu stellen ergibt die Schnittstelle Literatur/Performance/Intervention/Installation. Sich tatsächlich auszusetzen, das existentielle eines Textes vermittelnd. Der Körper der zum Zeichen wird, die Gerichtetheit kognitiver Akte. Die essentiell theatralische Komponente des Aktes der Stellungnahme als leitender Werkgedanke. Taktiken der Konfrontation deklinieren.

Manifeste sind intentional, wollen eine neue Realität erschaffen, sind die Offenbarung eines Willens. Ein utopisches Ausgreifen über die Wirklichkeit hinaus, utopischer Überschwang als Antriebskraft. Kein Abwägen. Kein Dafür oder Dagegen. Letztlich, sich jenseits jeglicher Moralität verorten.
Etwas kommt über die Stadt das Land die Welt ...

FALKNER bedeutet mit großem Ernst und erschütternder Radikalität ans Werk zu gehen, wie schon „Manifest 01 - Eine Verbeugung vor der Ernsthaftigkeit" programmatisch vorgibt. Eine einsame Revolte, auf der Suche nach einer radikal anderen, wirklich entscheidenden abschließenden Euphorie, Passion und Enthusiasmus im zuweilen gewaltvollen Agieren. Drastische und düstere Szenen, lustvolle körperliche Attacken, stets das aktive Moment betonend. Die vollkommene Zerstörung einer Ordnung. Genüsslicher und roher Zug in der Schilderung, der großen Pose keinesfalls abhold. In unversöhnlichen harten Etüden arbeitet FALKNER an ihrer Welt- resp. Sehnsuchtsformel. Der Entwurf einer Utopie ist unabhängig und ohne Rücksicht auf die Möglichkeit seiner Realisierung gestaltet. Konkrete Rückbezüge fehlen, die Frage der Realisierung wird gar nicht erst gestellt. Sie ist als Sehnsucht reflektiert. Ein intentionaler Text!

FALKNER interessiert die ungeheure auch gewalttätige Kraft die in Utopien steckt - es ist dies ein Aspekt der sich in Sprache und Bilder übersetzen lässt. Wirkung und Wirklichkeit der Utopie verdanken sich ihrem manischen Enthusiasmus: Gewalt Liebe Sehnsucht. Revolte, Realisierungsmöglichkeiten von Totalität, die Leuchtkraft einer Gesetzgebung, aus dem Untergang ein Fest machend ...

Die bisweilen fatalistischen Sätze/Inhalte haben etwas Gnadenloses gleichzeitig Unschuldiges. Feierlich. Dem Überschwang verpflichtet. Also auf die Größe von Gefühlen insistierend, auf extreme Gefühlslagen pochend. Als ein pathetischer Mensch in jeder Hinsicht Übertreibungen und Gefühlen ausgeliefert.
FALKNER handelt in anarchistischer Unschuld!

FALKNER geht es darum Schutzsituationen zu verlassen. Auslieferung. Überbringer und Verkünder eisigpathetischer Etüden. Sich in einer Utopie zu verorten. FALKNER ist demnach Sehnsuchtsort und Sehnsuchtsfigur, stellt sich zur Verfügung exponiert sich, ist Austragungsort - und verlangt im Gegenzug Hingabe!

 

Von Falkner geschaffen um mit ihr zu sein. In den in diesem Zyklus geschaffenen Werken tauchen diese Puppenwesen immer wieder auf.
Die von Falkner geschaffenen Wesen verdeutlichen, dass es zwischen Lebenden und Toten, zwischen Mensch und Puppe, zwischen Bild und Wirklichkeit keine festen Grenzen gibt. Es sind beschädigte Existenzen. Künstliche Objekte. Konstrukte. In der Performance & Installation macht uns die Konfrontation zwischen toter Figur und ihrem Scheinleben, sowie wirklich lebendigem Menschen zu schaffen. Insbesondere die Gegenüberstellung zu Falkner als lebenden Menschen.

A FIST OF LOVE
Five yearning Creatures

fünftägige Performance & Intervention 


Dienstag 16.10.2007 - 00 Uhr bis
Samstag 20.10. 2007 - 24 Uhr

Ort: Entlang der Außenmauer des MAK
(Museum für Angewandte Kunst, Wien)
Ecke WeiskirchnerStraße/Stubenring


Falkner installiert sich in A FIST OF LOVE als Fleisch gewordenes Wort, als herabgestürzter schwarzer Engel die Distanz zwischen Bild und Wirklichkeit, Sprache und Installation, Sprache und Bild, Abstraktion und Gegenständlichkeit negierend. Neuerlich die Intentionalität von Texten auslotend, Taktiken der Konfrontation deklinieren. Sätze als kraftvolle Hymnen.
Falkner ist 120 Stunden ununterbrochen an diesem Ort, in diesem Stationendrama, wird Tag und Nacht ausharren am Ort ihrer Utopie. Nackt Spuren ziehend, in unendlicher Langsamkeit entlang dieser Stationen Verlorenheit und Fatalismus bebildernd. Es werden Manifeste verkündet, zudem baut Falkner während dieser fünf Tage an ihrer Formel weiter, einer Art Weltformel, Sehnsuchtsformel. Den apokalyptischen Kern betonend, etwas zerstören neu aufbauen, eine Ordnung nach eigenen Sehnsüchten errichten. Dazu gehört auch das Erschaffen und Kreieren von Menschen nach eigenen Schönheitsbegriffen: Die Yearning Creatures, die Falkners Utopie in A FIST OF LOVE zu bevölkern beginnen ...

(wegen einer Erkrankung musste die Durchführung fünf Stunden vor Beginn abgesagt werden)

Fotos: M.Falkner

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