Manifeste & Interventionen
19. April bis 22. November 2005
im Rahmen der MAK NITE (Museum für Angewandte Kunst, Wien)
Die Autorin beschäftigt sich in ihren Manifesten mit dem Obszönen, Schockierenden und Erschreckenden einer Stellungnahme. Sie beteuert, bezieht Stellung, setzt sich aus, stellt sich an die Wand, verwundbar und angreifbar. Ausgestellt. Ihr lyrisch-abstoßendes gestisches Repertoire vorführend, sprachliche Bilder nebeneinander, mit deren Nähe man erst einmal fertig werden muss ...
Es werden Fragen verhandelt wie: Inwieweit Stellungnahme überhaupt den Wunsch nach einer Reaktion, gar Objekt einer Reaktion zu sein, impliziert. Stellungnahme in ihrer radikalen Subjektivität, ihrer Unbedingtheit, ihrem Manifestcharakter. Der performative Charakter eines Textes, eine Form des Proklamierens und Postulierens in seiner grundsätzlich hermetischen Verfasstheit. Stellungnahme ohne Dialog ein vor die Füße kippen. Der egoistische Reiz einer Stellungnahme. Jedenfalls aber Konfrontation und Ernsthaftigkeit einmahnend, Auseinandersetzung erzwingen durch radikale Offenheit, einer letztlich berührenden Offenheit der man sich nicht entziehen kann.
Militante Romantikerin. Die Poesie des Aktes der Stellungnahme, die Sehnsucht sich an die Wand zu stellen bebildernd ...
Photo: Erwin Peter Pani.
Manifest-04
COUNTING ON ME LOVING YOU BACK - EINE ZURÜCKWEISUNG
31.05.2005. Museum für Angewandte Kunst, Wien.
(Fotos: Alessandra Appel-Palma)
Du blutest, du blutest
Kaltschweißattacken
A Fucking Masterpeace
Falkner II