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1970 geboren in Kollerschlag, Österreich.
Promovierte in Politischer Psychologie (zum Thema Verbale Konstrukte).

Seit 2005 Literatur- und Kunstprojekte: Bücher und Manifeste; Performance, Installation, Interventionistische Kunst.

Textsorte Manifest, Moritat und Stationendrama sind die Schwerpunkte des literarischen Agierens. Pathos und die essentiell theatralische Komponente des Aktes der Stellungnahme als leitender Werkgedanke. In den Kunstprojekten werden Taktiken der Konfrontation dekliniert, die Schriftstellerin als (extrem)Performerin, als „Fleisch gewordenes Wort".

Foto: M. Falkner

falkner
 

Staatsstipendium für Literatur 2006/07

Elias-Canetti-Stipendium 2008

Theodor Körner Preis 2008



Buchveröffentlichungen

A Fucking Masterpiece" (Czernin-Verlag, 2005).

Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern" (Czernin-Verlag, 2006).

Jemanden auf einem verwilderten Grundstück finden - geltend machen am Maschendrahtzaun. Ein Stationendrama" (In: „Stimmenfang. Neue Texte aus Österreich", Residenz Verlag, 2006).

"Requiem for a Dream" (Februar 2009, Residenz Verlag).


Theaterstück

Jod Jubel Joch" Eine Verklärung.
Variationen zum Thema Macht und Machtvakuum.


Manifeste

Seit nunmehr zweieinhalb Jahren verfasst und verkündet Falkner Manifeste, einundzwanzig sind bisher entstanden und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen (Performance, Intervention, Installation, Abdruck in diversen Medien etc.) verkündet worden. Unterstrichen wird hierin der performative Charakter eines Textes, als eine Form des Proklamierens und Postulierens. Das Prinzip Verausgabung. Ein Duktus wird zur Bühne.


Performance/Intervention/Installation

2008   
"FALKNER vs. SETZ. Sprachliche Kampfeinheiten"
Start einer Reihe von Lesungen/Performances mit dem Autor Clemens Setz,
in denen Texte als "sprachliche Kampfeinheiten" durchexerziert werden.
Premiere: 28. Februar 2008, Literaturhaus Graz; Waffengattung #1: Darts.

"AN ANGEL WENT UP IN FLAMES. Ein todernstes Spiel vollführen ..."
Performance/Installation am Balkon der Schule für Dichtung (sfd). Wien.

"SCHIMPFARENA (Insult Arena)"
Julius Deutschbauer & TONSPUR_spezial
Ein Projekt der: Factory Season TANZQUARTIER WIEN.

"THIS IS THE STORY. Yearning Creatures #1"
72-stündige Performance/Installation. Forum Stadtpark, Graz.

 

2007
"A FIST OF LOVE. Five yearning Creatures"
120-stündiges Stationendrama entlang der Außenmauer des MAK, Wien; Ecke Weiskirchnerstraße/Stubenring. Öffentlicher Raum Wien.

2006
"THE EXECUTION OF LUDWIG. Eine theatralische Hymne "
3-tägige Performance & Installation. MAK, Wien.

2005
NOTATE VON EINER DIE gerade angefangen aus der Bahn zu rasen ..."
7-teilige Performance/Intervention. April bis November, MAKnite, Wien.
ANOTHER DAY IN PARADIESE. Eine Moritat in 14 Strophen"
MAKnite und Ö1 Kunstradio. MAK, Wien.


Lehrtätigkeit

Ab Frühjahr 2008 Zusammenarbeit mit der SCHULE FÜR DICHTUNG (sfd)
Thema der ersten Klasse:

DAS MANIFEST
DER MANIFESTIERENDE
Sich an die Wand stellen ein todernstes Spiel vollführen ...
 

Der Schriftsteller als „Fleisch gewordenes Wort", die Installation seiner selbst als sprachlich vermittelte Skulptur, als kreatürlicher Akt. Die performative Dimension der Sprache. Verkörperung im Text. Eine Demonstration. Das Prinzip der Verausgabung und der expressionistische Duktus der Verkündung. Das Motiv des Manifestes und der Inschrift. Das Ausloten des performativen Charakters von Texten als eine Form des Proklamierens und Postulierens. Schließlich, der körperlich-materielle Charakter von Texten. Das Prinzip Verausgabung. Ein Duktus wird zur Bühne.

Der intentionale und performative Impetus von Texten machen die Konzeption des Manifestierenden aus, sich an die Wand zu stellen ergibt die Schnittstelle Literatur/Performance/Intervention/Installation. Sich tatsächlich auszusetzen, das existentielle eines Textes vermittelnd. Der Körper der zum Zeichen wird, die Gerichtetheit kognitiver Akte.
Textsorte Manifest, Moritat und Stationendrama sind die Schwerpunkte des literarischen Agierens. Pathos und die essentiell theatralische Komponente des Aktes der Stellungnahme als leitender Werkgedanke. In den Kunstprojekten werden Taktiken der Konfrontation dekliniert, Falkner als (extrem)Performerin, als „Fleisch gewordenes Wort".

falkner bedeutet mit großem Ernst und erschütternder Radikalität ans Werk zu gehen, wie schon „Manifest 01 - Eine Verbeugung vor der Ernsthaftigkeit" programmatisch vorgibt. So gibt sich falkner einer einsamen Revolte hin, auf der Suche nach einer radikal anderen, wirklich entscheidenden abschließenden Euphorie, Passion und Enthusiasmus im zuweilen gewaltvollen Agieren. Drastische und düstere Szenen, lustvolle körperliche Attacken, stets das aktive Moment betonend. Die vollkommene Zerstörung einer Ordnung. Genüsslicher und roher Zug in der Schilderung, der großen Pose keinesfalls abhold. In unversöhnlichen harten Etüden arbeitet Falkner an ihrer Welt- resp. Sehnsuchtsformel. Der Entwurf einer Utopie ist unabhängig und ohne Rücksicht auf die Möglichkeit seiner Realisierung gestaltet. Konkrete Rückbezüge fehlen, die Frage der Realisierung wird gar nicht erst gestellt. Sie ist als Sehnsucht reflektiert. Ein intentionaler Text!
 
Falkner wird bisweilen von den Puppenwesen aus ihrem Zyklus „Yearning Creatures" begleitet. Diese wurden (auch in Anlehnung an ihre jüngsten Arbeiten, in denen das Kreieren von Menschen nicht nur angedeutet wurde) von ihr geschaffen um mit ihr zu sein, ihre Aneignungsphantasien und den Zugriff auf den Menschen zu bebildern, das Verhältnis Schöpfer und Geschöpf auszukosten. Im Kreieren dieser beschädigten Existenzen den Versuch einer Bevölkerung von Falkners Utopie erzwingend.

Falkner selbst ist Zeremonienmeisterin, Überbringerin und Verkünderin ihrer eisigpathetischen Etüden, Revolte, Realisierungsmöglichkeiten von Totalität, die Leuchtkraft einer Gesetzgebung, aus dem Untergang ein Fest machend ...

Foto: M.Falkner

 

falkner
 

Manifeste & Interventionen

19. April bis 22. November 2005

im Rahmen der MAK NITE (Museum für Angewandte Kunst, Wien)


Die Autorin beschäftigt sich in ihren Manifesten mit dem Obszönen, Schockierenden und Erschreckenden einer Stellungnahme. Sie beteuert, bezieht Stellung, setzt sich aus, stellt sich an die Wand, verwundbar und angreifbar. Ausgestellt. Ihr lyrisch-abstoßendes gestisches Repertoire vorführend, sprachliche Bilder nebeneinander, mit deren Nähe man erst einmal fertig werden muss ...

Es werden Fragen verhandelt wie: Inwieweit Stellungnahme überhaupt den Wunsch nach einer Reaktion, gar Objekt einer Reaktion zu sein, impliziert. Stellungnahme in ihrer radikalen Subjektivität, ihrer Unbedingtheit, ihrem Manifestcharakter. Der performative Charakter eines Textes, eine Form des Proklamierens und Postulierens in seiner grundsätzlich hermetischen Verfasstheit. Stellungnahme ohne Dialog ein vor die Füße kippen. Der egoistische Reiz einer Stellungnahme. Jedenfalls aber Konfrontation und Ernsthaftigkeit einmahnend, Auseinandersetzung erzwingen durch radikale Offenheit, einer letztlich berührenden Offenheit der man sich nicht entziehen kann.

Militante Romantikerin. Die Poesie des Aktes der Stellungnahme, die Sehnsucht sich an die Wand zu stellen bebildernd ...

Photo: Erwin Peter Pani.

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Manifest-04

COUNTING ON ME LOVING YOU BACK - EINE ZURÜCKWEISUNG

31.05.2005. Museum für Angewandte Kunst, Wien.

(Fotos: Alessandra Appel-Palma) 

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Fühlt ein Käfer Schmerz?
Professionelle Tierschinder sagen Nein.
Nichts Persönliches nur ein Geschäft Schilderung schillernder Zeiten süß roch es hinter Mir her.
Und so geschah es.
Steht ganz still Ich mag das!
Runter mit dem Kopf!
Welcome welcome.

 

Bücher

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In diesem Fall überbringe ich selbst ihnen das Buch egal wann und wo auf der Welt. Sie schlagen mir die Bedingungen die Lokation den Erdteil die Stadt was auch immer vor versuchen mich dafür zu begeistern ich sage zu und sie kommen für die anfallenden Kosten auf ...