Results tagged “Ludwig” from falkner7

 

Die Schriftstellerin und Performerin Michaela Falkner ist eine Expertin der Extreme (...) eine Abstraktionsartistin von hohen Graden.
(Wolfgang Paterno, Falter)

Michaela Falkner ist für ihre intensiven Leseperformances berüchtigt.
(Sebastian Fasthuber, Der Standard)

 

Aus einem Beitrag in Treffpunkt Kultur 30.10.2006 zu den Texten und Performances

Das Publikum unterschätzen, das lehnt die Schriftstellerin Michaela Falkner ab (...) Intensive Spracharbeit, ein energischer Schreibgestus und die Infragestellung von Schubladen (...) Michaela Falkner geht es um Einmischung, um Konfrontation mit dem Leser. Im Rahmen von Performances bei denen sie als Verkünderin der eigenen literarischen Arbeiten auftritt, versucht sie dem Gegenüber noch weiter an den Leib zu rücken.


Pressestimmen zu „A Fucking Masterpiece" (Czernin-Verlag, 2005)

Wenn es im Gemurmel der Literatur gelingen soll, die Stimme zu erheben, dann vielleicht mit einer saftigen Proklamation. ‚A Fucking Masterpiece' ist ein radikal eigenständiger, auf alle Konventionen verzichtender und hochpräziser Text (...) Über das Glück eine literarische Entdeckung gemacht zu haben, kann sich der Wiener Czernin-Verlag freuen.
(Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung)

In der Stimmenvielfalt lässt dieses Fucking Masterpiece allerlei Rollen-Ichs vermuten; in der Schmucklosigkeit des Nacheinanderprallens erzeugt es durchaus wunderbare Effekte (...) Eine spannende Etüde des langsamen Lesens vermag dies temporeiche Masterpiece zu ermöglichen.
(Klaus Zeyringer, Der Standard)

In eigenwilliger Sprache bietet Falkner einen Höchstgeschwindigkeitstext, dessen Dynamik und Sogwirkung sicherlich ebenso in seiner theatralen Grundstruktur und latenten Performance begründet liegt. (...) Prosaattacke (...) innerhalb dieses frechen, betörenden Erstlingswerk: ‚Nicht dass die Welt noch stünde, so kann man das nicht behaupten.'
(Thomas Ballhausen, Skug)

Dieses Buch beschäftigt einen, man will dahinter kommen (...) Was die listige Autorin jedenfalls erreicht, ist, dass man grübelt und die Bild- und Textfetzen lange mit sich trägt.
(Markus Köhle, The Gap)

Falkner fängt sich eine Panoramaaufnahme, 12.00 mittags, high-noon, alles Bedeutsame gerinnt - und wird sichtbar. MF ist eine Alchimistin der Sprache. (...) Falkners Schreiben ist ein happening, ein Satz nach dem anderen findet sich wieder, fern der üblichen Falllinie. A fucking masterpiece! Wo konnte man das je treffender behaupten.
(Michael Stavaric, readmee.cc)

In Schwindelerregender Geschwindigkeit einen Parforceritt durch die Stationen ihres Lebens. (...)
(Markus Hildenbrand, Die Furche)

 

Pressestimmen zu „Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern" (Czernin-Verlag, Herbst 2006)

Sprachliche Wendungen, in Fluss gebracht, speisen sich in die Bildgebung ein und generieren Energien - bis zur Ekstase. Das Kühle medizinischer Terminologie findet sich taumelig mit Martialischem verschnitten; amputierte Sätze sind mit neuen Gliedern schön vernäht, schön ambigue, mit kaschierten Sollbruchstellen. Halsstarrig gebärdet sich die Sprache - und rutscht dennoch die Kehle gut hinab: Fleisch gewordenes Wort sozusagen. (...)  Ein Buch das sich nie erschöpft - allen Unersättlichen!
(Ulrike Matzer, Literaturhaus Wien)

Kompromissloses Werk!
(Beitrag im ORF Treffpunkt Kultur, 30.10.2006)

Der Versuch „Falkner II" zu lesen, scheiterte an den darin beschrieben Bildern. Ich mochte mich diesen nicht aussetzen. (...) Ihre Bilder der Gewalt zeichnen ein sehr starkes sinnliches Bild, die durch das Moment Macht entstehen.
(DATUM. Seiten der Zeit. November 2006)

Wie die Falkner'sche Sprach- und Bildführung mich immer wieder stocken lässt, sei es durch das Ausscheren von Bilddetails, durch syntaktische Kontraktionen oder eben durch Unbestimmtheitsstellen. (...) „Das einzige dass mich je bedingungslos interessierte ist die Liebe", liest man in dem der ganzen Moritat vorangesetzten Motto. „I want You" tritt im Text dann aber auch als so genannter Schlachtruf auf. Das Unbedingte als das, was zum Töten führen muss? (...) Wenn Falkner im Abspann ihres Buches von einer Sehnsucht sich zu verneigen schreibt, so verneige ich mich ebenfalls zuvor vor ihrer höchst eigenständigen, individuellen Arbeit.
(Christian Steinbacher)


Pressestimmen zur Performancereihe „Notate von einer die gerade Angefangen aus der Bahn
zu rasen ..." April bis November 2005 im Rahmen
(Museum für Angewandte Kunst, Wien)
Großes Pathos - doktrinäre Ideologie: Manifeste, sei es in der Kunst oder in der Politik, gehen aufs Ganze, sie dulden keinen Widerspruch. Die 1970 geborene Performerin Michaela Falkner (...) will es noch einmal wissen - wie könnte ein Manifest heute aussehen?
(profil)


Pressestimmen zu „THE EXECUTION OF LUDWIG - Eine theatralische Hymne" (MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien; 7.-10. November 2006)

Es mag im Theater angehen, dass jemand der gerade brutal erschossen wurde, zum Schlussapplaus munter vor den Vorhang tritt. Bei der Autorin und Darstellerin Michaela Falkner geht es konsequenter zu. In ihrer künstlerischen Intervention „The Execution of Ludwig" (...) tritt sie nicht nur als Zeremonienmeisterin auf, sondern wird am Ende auch hingerichtet. Falkner bleibt dann drei Tage lang möglichst regungslos in der MAK-Säulenhalle liegen. „Die Tote liefert sich dem Volk aus", heißt es in der Ankündigung, „eine Pilgerstätte entsteht". (...) Extrem-Performerin.
(profil)

Kompromissloses Werk!
(Beitrag im ORF Treffpunkt Kultur, 30.10.2006)

In der Kunst wird sie zur Zeremonienmeisterin.
(DATUM. Seiten der Zeit. November 2006)

Verspricht Michaela Falkners Performance „The Execution of Ludwig" den Publikumskörper noch umfassender zu involvieren.
(Der Standard)


 

THE EXECUTION OF LUDWIG
Eine theatralische Hymne

dreitägige Performance & Installation 

7.-10. November 2006


Ort: MAK-Säulenhalle
(Museum für Angewandte Kunst, Wien)


In dieser dreitägigen Performance wurden die Themen Macht, Machtvakuum, Willkür, Gehorsam, Abhängigkeit und Gewalt variiert. Die Anwesenden wurden an diesem Abend in eine Zwangssituation gebracht, die zwischen den Elementen Totalität und Schauprozess oszillierte. Falkner selbst ist Zeremonienmeisterin, Überbringerin und Verkünderin ihrer eisigpathetischen Etüde, die in eine militantsexuell konnotierte Utopie ausartet, an deren Ende sie schließlich exekutiert wird und liegen bleibt. Eine Pilgerstätte entstand. Revolte, Realisierungsmöglichkeiten von Totalität, die Leuchtkraft einer Gesetzgebung, aus dem Untergang ein Fest machend ...
(Auftakt im Rahmen der MAKnite: 7. November 2006, 21 Uhr, Museum für Angewandte Kunst, Säulenhalle; Falkner blieb dann drei Tage lang, bis 10. November in der Säulenhalle des MAK liegen).

 

Photo: Erwin Peter Pani.

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Photos:
Alessandra Appel-Palma (1-11); Erwin Peter Pani (12-15, 17, 18); Elke Krystufek (16).

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Unsichere Kantonisten geschwärzte Stellen es ist Zeit sich zu ergeben Falling in Love.
Eine Decke über das abgemagerte Hinterteil spannen der Jubel der Herzen Optimierungsdrang wie das ist sich wieder sehen wollen.

Über das Gesicht gehen Spuren hinterlassen in der Nacht durch Felder laufen auf denen mehrere hundert Stiere stehen.
Wir sterben füreinander.
Sorgfältig zugerichtet.
Made in Heaven im Bedarfsfall ein Gleichnis auch dafür verachte ich euch nichts als edler Glaube Bündnistexte ausarbeiten ein Schreiben über den Tisch gereicht.
Mir ein Lied singen!

Je einer schlägt einen Vordermann tot.
A little bit stronger.
A little bit thicker.
A little bit.
A little bit of Torture helps.
Bring the Boys home.
Mich sehen und jubeln sanft erschöpft Beifall spenden I dont train Girls nur wenn ich euch ins Ohr flüstere es sei Zeit zu gehen werdet ihr dies tun.

Kommt wir bauen eine Stadt!
Am offenen Herzen!

 

M.Falkner

verkündet am:
07.11.2006
in der MAK Säulenhalle (Museum für Angewandte Kunst, Wien)

(im Rahmen Michaela Falkners Performance
„The Execution of Ludwig. Eine theatralische Hymne")


 

Es müsse im Sommer gewesen sein welches Jahr keine Ahnung den Schlachtruf auf den Lippen: „I want You!"
Vierzigtausend Küken im Stall von der Straße aus auf einen Feldweg abbiegen dort hinten hab Ich ihn gefunden und mit ernsthafter Hingabe erzogen.
Seither bewacht er die russgeschwärzten Jalousien.
Ich kenne mich verdammt gut aus mit Hunden!

Den Mundharmonikabügel vor dem Kinn die Band im Rücken.
Wie verliere Ich auf hinterhältigst schöne Weise eines meiner Beine?

Der sich weil er Obertöne liebt in einen Krug verwandelt hatte wo andere gleich aufgaben oder sich erhängten.
Auch Ludwig lies sich Verletzungen bescheinigen.
Die Beine krumm unbrauchbar turne Ich von Tisch zu Tisch hätte Ich Flügel könnte Ich über die Gestalten dort fliegen.
Bang Bang.

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